Grenze Tecate – Mexiko

Obwohl wir nun zwar noch immer nicht wissen, ob wir die Fähre von LaPaz aufs Festland sicher bekommen (es wird noch Preis geändert und warten auf Bestätigung), beschließen wir einfach mal den Papierkram an der Grenze zu erledigen.

Sind wir bereit für Mexico? – Nein! Aber wir waren nach Kanada auch nicht bereit für die USA!

Die letzten Meilen vor der Grenze wird uns wird schon ein wenig komisch, Mexico … was haben wir nicht alles gehört, gelesen und in den Medien gesehen. Aber ich denke es wird Zeit, sich ein eigenes Bild zu machen.

Die Zöllner der USA beachten uns überhaupt nicht und wir fahren zur Seite der Mexikaner weiter. Hmmm, das ging zu leicht, was haben wir nur vergessen?!

So, hmmmm wo und wie und …. keine Ahnung 😉

Die Dame im Zoll meint gegenüber bekommen wir unsere Dokumente.

Der Beamte ist sehr freundlich, wenn auch gemütlich langsam.

Wir füllen die Touristen Karte aus, er erklärt, dass wir zur Bank der Grenze müssen, dort zahlen und wieder kommen sollen. Ok… wir stehen an, es sind eh nur zwei Leute da, alles sehr gechillt hier. Zahlen und bekommen einen Stempel auf das Papier, gehen zurück. Er ist weg. Ohje… hoffentlich ist er nicht Mittag essen gegangen! Wir steh dumm rum, ein anderer Beamter schickt uns aber in das Büro, Beamter Nr.1 ist vermutlich ums Eck meint er.

Stimmt, juhuu, er kommt. Wir setzen uns wieder, er haut seinen Stempel drauf, reißt einen Teil ab und gibt uns den Rest, also unsere Besucherkarte. Teil eins erledigt!

Wegen dem TIP, ein Dokument, das den temporären Import unseres Autos bestätigt und das man fürs Festland dann braucht, müssen wir wieder zur Bank. Wieder anstehen.

Dauert lange, aber er nimmt alle Daten auf, wir zahlen das Deposit und dann… – ich dachte schon was das wars? Wir müssen nix kopieren gehen oder morgen wieder kommen??? – dann zeigt er uns drei Papiere, die er als Kopie braucht: den Fahrzeugschein, Martins Reisepass und die Touristenkarte. Aja, und natürlich kann er diese Kopien nicht machen! Dass im Hintergrund im Büro ein Kopierer steht vernachlässigen wir mal. David, ein Reiseleiter, hat uns da ja schon drauf vorbereitet. Der hatte von Stories erzählt, dass der einzige Copyladen im Ort natürlich dann zu hat, der Kopierer kaputt oder einfach Feiertag ist… weshalb er sich tatsächlich den Spaß erlaubt hat und beim Durchreisen von ganz Mittelamerika einen billigen Minikopierer im Auto hatte! Jetzt verstehen wir! 🙂

Brav dackeln wir kopfschüttelnd über die Grenze in die Apotheke, zahlen zwei Dollar für drei schwarz-weiß Kopien und dackeln wieder zurück. Easy!

Warten kurz, bekommen den Stempel und einen Aufkleber für das Auto und Martina wirft noch schnell zwei Eier und Mehl in den Müll, damit wir keine Probleme beinder Einreise bekommen, denn Lebensmittel darf man natürlich wieder fast keine mitnehmen.

Der Aufkleber muss zentral ins Sichtfeld des Fahrers, damit die Polizei wohl auf weite Entfernung schon sieht, wen sie rausholen muss. Wie schreibt ein Campingbuch über die Baja: its always the fancy Camper with the sticker, that needs to pay the fee!

So, nun sind wir gewappnet, auf durch die Grenze! Spannend, ob wir grünes oder rotes Licht bekommen… denke rot, wir sind zu fancy!

Rot! Müssen rechts ran. Werden gefragt, was in den Boxen überall drin ist… ob aus Interesse am Auto oder um zu checken, ob wir was schmuggeln ist nicht ganz klar. Neugierig schauen die zwei schon.

Wir werden weitergewunken… Mexico… das Abenteuer beginnt!

Vor lauter Fokus aufs Einreisen nach Mexiko haben wir das Ausreisen aber vergessen! Da die Amerikaner von uns null Notiz genommen hatten, sind in unseren Pässen immer noch die Einreisebestätigungen, die eigentlich beim Ausreisen rausgerissen werden. Wir müssen diese nun den USA-Behörden zusammen mit der Schiffsbuchung schicken, um ihnen zu bestätigen, dass wir nicht mehr im Land sind. Hätten eventuell bei der nächsten Einreise sonst Probleme. Wir waren also auf der Mexikanischen Seite heute ziemlich erfolgreich – nur auf der anderen nicht!