Malcom Island – Bere Point

25 Minuten Fährfahrt und wir sind auf der Insel, an deren Nordküste sich öfter mal die Orcas den Bauch am Strand schrubben. Da wollen wir hin.

Erst gibts noch ein paar interessante Begegnungen im Pub, das zugleich alte Bibliothek ist und wir bekommen Tipps für San Francisco. Im Ort stehen die Wildtiere im Garten. Ein lustiger Start in dem Miniort Sointula auf der kleinen Insel.

Der Campingplatz am Meer ist voll toll, wir bleiben drei Nächte und ergattern nach der ersten Nacht einen Wahnsinnsplatz in der ersten Reihe! (Tipp: reservieren, und zwar einen der Plätze A bis F!)

Martina möchte hier endlich mal in Ruhe ausschlafen, aber… der Nachbar meint Martin sollte sie nun doch vielleicht wecken: ein Wal is da!

Ehrlich, wir hatten es gehofft, aber dass am ersten Morgen gleich einer zu sehen ist, voll schön! Es ist ein Humpback Wale, ein Buckelwal, mal näher und mal weiter weg schwimmt er vor unserer Nase hin und her. Zum ersten Mal im Leben einen Wal sehen! Etwas weit weg zum fotografieren, aber super mit Fernglas zu beobachten.

Und dann begleitet er uns den ganzen Tag… immer wieder hören wir das Schnauben, und mal hier mal da taucht er auf.

Martin: „Wahnsinn, ich kann mir Kaffee mahlen und währenddessen dem Wal zuhören!“

Sehe ihn einmal von unten nach oben nach Fischen schnappen, mal seine Schwanzflosse zeigen und einmal schlägt er mit der Flosse wiederholt aufs Meer. Ich seh sogar die weißen riesigen Flossen mit den schwarzen Erhebungen im Fernglas ganz genau.

Das war ein Tag!

Nebenbei muss man erwähnen, dass der Ort auch ohne Wal voll schön ist, dass die Sonnenaufgänge (die Martina verschläft) schöne Farben haben, dass merkwürdige „Aliengewächse“ sich am Strand tummeln (eines konnten wir sogar fotografieren, bevor es abhauen wollte), dass ums Eck jeden Tag ein wunderschöner Sonnenuntergang mit fotogenem Schwemmholz (also eher ganzer Baum) wartet und wir voll viele liebe Leute kennengelernt haben – inclusive einer Einladung zum Propangaslagerfeuer mit Gitarrenmusik.

Sich schrubbende Killerwale haben wir zwar nicht gesehen, aber noch zwei kleinere Wale oder Delphine tauchten auf. Und viele, viele Vögel und Enten beobachteten wir oder sie uns!

Ansonsten geniessen wir hier am Bere Point das Campingleben und das Rumräumen wird langsam weniger.

Leider ist immer noch kein Platz im Auto für das ganze schöne Holz, das da rumliegt! AbnehmerINNEN wüsste ich auch einige 😉

04.09.2018, wal