Auf der Straße… nach Mendocino

Nehmen wir doch die kleinere Straße hintenrum… eigentlich immer eine gute Idee, aber diesmal landen wir in einem Meer von Verbotsschildern. Hier freut sich jemand nicht über Besuch. Den vielen Greifvögeln wärs egal und die Landschaft ist zwar ziemlich faszinierend, wie auf einer Hochalm, aber etwas unwohl ist uns schon beim Fahren der Strecke.

Deshalb Planänderung: wir fahren wieder Richtung Hauptstraße zurück, sobald es eine Verbindung gibt.

Nochmal ein paar schöne Bäume und dann fängt es zu tröpfeln an. Gut für die Luft, gut für die Pflanzen und lang ersehnt wegen den Waldbränden. Wir versuchen ja gerade nördlich von San Francisco zu bleiben, und erst in die Stadt zu fahren, wenn die Luft dort besser ist.

Bei strömenden Regen kommen wir in Mendocino an.

Also erstmal rein irgendwo… und wir landen im Hotel Mendocino. Ui, hier ist es aber schön! Der Defender steht 1A direkt vor der Eingangstüre und wir beobachten die Leute beim Stehenbleiben, beim Fotografieren und Rumgehen 🙂

Nach einer kurzen Recherche was der Campingplatz hier kostet und dem Vergleich mit dem günstigsten Zimmerangebot online steht fest: wir bleiben! So ein Original-Hotel von 1878 (übrigens die meisten Zimmer daher noch mit Gemeinschaftsbädern) finden wir so schnell nicht wieder… ihr wisst ja, alte Häuser sind in Amerika nicht so leicht zu finden und Martina braucht ab und zu alte Steine (oder altes Holz) um sich.

——

Der Ort selbst thront über der Steilküste und hat eine ganz besondere Aura. Die Vögel erinnern an Hitchcock. Hier ist irgendwie die Zeit stehengeblieben… oder verging zumindest langsamer als anderswo!

Wir sehen Walfontänen in der Bucht, gehen auf den Holzgehsteigen spazieren und posten im Hotel wieder mal in WordPress einige Einträge hinterher.

Im dem wunderbaren Buchladen hier, in dem Martina auch gern übernachten würde, schlägt Martin ein Buch auf… und der erste Satz beginnt mit „The Land Rover…“ – alles klar, das muss mit, Martina schmunzelt!

——

Während wir aus dem Hotel viele Leute beobachten, die unser Auto bewundern, kommt ein Junge, setzt sich auf die Treppe und fängt promt an den Defender zu zeichnen.

Wow! Sehr cool! Martina sieht sofort, dass der das drauf hat. Bis Martin rausgeht, um mit ihm zu reden, hat er schon die zweite Zeichnung begonnen. Wir erwerben die erste Skizze und freuen uns wirklich sehr darüber. Liebe Grüße und Danke an den jungen Künstler Björn Williams!