Was gab es noch in Pennsylvania?

„Pennsylvania is boring“, so der Kommentar zu unserem Ausflug. So ganz Unrecht hat Robert nicht, die Strecke zum Fallingwater gab zumindest nicht viel Spektakuläres her.

Das Spannende für Martin waren folgende Tatsachen:

Er kann über 100 fahren. Er kann sich in die Kurve legen. Er hat 6 Gänge und Automatik, elektrische Fensterheber, eine Klimaanlage, 170PS, Bremsen, die gut sind und sagte ich schon Automatik? ein Traum 🙂

Die Hütte in der Nähe eines Skigebietes, in der wir übernachtet haben, war Skihüttenmässig super! Die Besitzerin hat schon bei Fallingwater gearbeitet und somit wars der beste Anlaufpunkt, samt fettem „Wrightschinken“ am Tisch. Da wir zufällig die einzigen Gäste waren, hatten wir freie Auswahl beim Schlafzimmer und das ganze Haus für uns allein. Bingo!

Es standen dann bei unserem Ausflug neben Fallingwater noch ein paar andere Wrighthäuser auf dem Plan. Hier ist nämlich ein Nest!

Das Kentuck Knob, immer noch in privater Hand aber zu besichtigen. Drinnen darf man keine Fotos machen. Genau diese intime Stimmung mit den persönlichen Kunstwerken überall und das Gefühl, der Besitzer Peter Palumbo ist gerade nur kurz weg, war besonders. Auch wie sich das Haus mit dem Hügel verbindet, die Aussicht im Park und der Skulpturengarten. Toll!

Ein witziges Projekt ist der Polymath Park. Hier werden quasi Häuser von Wright „gesammelt“. Das war zunächst nicht die Intention, aber wenn heutzutage jemand ein Haus aus der Feder von Frank Lloyd Wright zu veräußern hat, melden sie sich meist hier. Es gibt seit diesem Jahr ein neues Schmuckstück: das Mänthylä Haus. Gerade mal zwei Wochen vor unserem Besuch wurde die Umsiedelung abgeschlossen. Wie bei vielen Wrights ist die Front geschlossen, bietet somit viel Privatsphäre für den Bewohner und das Haus öffnet sich mit großen Glasfenstern nach hinten. Jedes Haus hat übrigens sein eigenes Muster in den Fensterausschnitten.

Hier also ein neuer, alter Wright:

Dass das Haus nun hier steht, ist wirklich Schicksal. Eine frühe Kaufanfrage per E-Mail des Polymath Parkes ging nämlich verloren, aber zwei Jahre später kam von Besitzerseite eine Anfrage an den Polymath Park, ob sie vielleicht Interesse hätten. Es kommt, wie es kommen muss.

Hier steht nämlich schon Wrights Duncan House, und das Balter House von Peter Berndtson, einem Kollegen von Wright. Fotos innen sind nicht erlaubt, also hier nur die Fassaden.

Das Duncan House hat uns nicht sehr überzeugt, das fühlte sich nach Playmobilhaus an, aber Mäntylä und Balter waren super schön. Für alle Architektur-Interessierten noch eine Info: in allen Häusern kann man hier übernachten! Man muss also nicht gleich ein Wrighthaus kaufen, um darin zu Schlafen.

Die Autotour in Pennsylvania und die „Heimfahrt“ nach Ho-Ho-Kus war dann doch nicht immer langweilig. Am Straßenrand finden sich schon skurrile Restaurants und Objekte.

Zu Ende geht der Pennsylvania-Ausflug und Martins Erlebnis mit dem Mietauto. Danke an ihn, dass er sich das alles nur wegen einer Hausbesichtigung (Fallingwater) angetan hat! Ab Richtung New York City, seiner Lieblingsstadt, wo wir dann wieder mit Zug und Metro unterwegs sind.