Auf Besuch in NYC

Als wir Robert und Elena in Kolumbien kennenlernen durften, war ich sofort begeistert, nicht nur weil sie so tolle Menschen sind, nein, die beiden leben auch in New York!

Martina hat mir erzählt, dass Elena meine New York Begeisterung anscheinend gleich bemerkt hat und ihr völlig klar war, dass ich irgenwann vor ihrer Tür auftauche – Ich kann es einfach nicht verbergen!

Ein paar Wochen nach unserem Kennenlernen sind wir nun zu Gast bei den beiden. Ho-Ho-Kus, ein bisschen außerhalb von New York, unsere Ausgangsbasis für den Aufenthalt im Big Apple. Mit dem Zug ist man in einer Stunde in der Stadt, daher laufen wir jeden Tag zum Bahnhof, biegen beim Hasen rechts ab, lösen am Bahnsteig ein Ticket und fahren direkt zur Pennstation ins Herz Manhattans.

Beim vierten Besuch in 9 Jahren sieht man sich fast als Einheimischer, man kennt sich aus und genießt beim Spaziergang die Stadt, die an einem vorüberzieht. (Martina: ich bleib alle drei Meter stehen, schaue, mache Foto, geh weiter, bleib wieder stehen…)

Die letzten Male war ich immer im Herbst hier, quasi „Indian Summer“, tolle Farben und fein warm, aber nicht heiß. Jetzt sind wir im Frühling in New York, alles blüht und nach den ersten wirklichen frischen Regentagen ist es nun auch angenehm warm.

Wir entdecken New York wie viele andere großteils zu Fuß. Zum Beispiel am High-Lane Park, eine ehemalige oberirdische Bahnlinie, die zum Park adaptiert wurde, hier befinden sich einige architektonische Highlights.

Für den Sonnenuntergang gibt es sicher viele tolle Plätze in der Stadt, wir schauen uns den 100 Stockwerke über den Straßen im One World Center an.

Wenn die Sonne langsam verschwindet taucht ein Lichtermeer wie aus dem Nichts auf. „The city that never sleeps“, so oder so ähnlich singt Frank Sinatra. Können wir verstehen!

Um die Aussicht von oben auch am Tag zu sehen, lassen wir uns ein paar Tage später mit dem Lift hoch hinauf aufs Rockefeller Center bringen. Der Wind und die frische Luft lässt einem hier die Höhe wirklich spüren – im Gegensatz zur Glasfassade im OneWorld. Nicht so hoch aber draußen… Martinas Lieblingsaussichtsplattform!

Aber nicht nur von oben ist New York beeindruckend, auch vom Hudson River aus bietet die Stadt einen tollen Anblick.

Martina:

Ohnein! Jetzt bin ich fünfzehnmal am Empire State vorbei und noch nicht einmal im Foyer gewesen und morgen ist zu! Und dann komme ich nicht mehr dazu! Also sprinte ich vom Chrysler Building zum Empire State Building und zum General Electric… es lohnt sich!

Noch ein kostenloses Highlight, das ich noch mitnehmen kann, weil mein Reiseführer dooferweise das gesuchte Photographiemuseum am falschen Platz eingezeichnet hat (im Buch richtig, im Stadtplan falsch) und ich somit „lost“ bin. Dann eben die Public Library, auch zu finden im Buch, an der richtigen Stelle.

Die ersten drei Tage regnet es.

Regen ist toll!!! Martin versteckt sich unter den Baugerüsten, ich sprinte bei grün auf die Straße. Auch wenn ich patschnass werde und es echt eisig kalt ist: Regenfotos in New York müssen sein.

Die Grand Central Station lädt zu Langzeitbelichtungen ein!

In einem alten (also für Amerika in einem sehr alten) und edlen Hotel trinken wir einen Cappuccino und einen Espresso. Als ich von der Toilette zurückkomme sagt Martin ernst: „Wir müssen die Löffel mitnehmen!“ Ich: „Wie bitte? Warum?“ Er zeigt mir nur mit großen Augen die Rechnung.

Die gleichen Augen macht er beim Kauf von zwei Kugeln Eis an der Straße.

Vorsicht in NYC beim Bestellen ohne nach dem Preis zu fragen!

Die Ubahn stoppt. Es steigen Leute aus. Die Ubahn bleibt stehen. Auf einmal ist der komplette Bahnsteig wie leer gefegt und die Atmosphäre wie in einem schlechten Film. Alle Menschen weg. Gruselig! Was ist passiert? Haben wir was nicht mitbekommen?

Nur die Endstation. So schaut also das Ende aus:

Spaziergang durch Brooklyn:

„Die fahren jeden Tag nach New York!“ Wieder neigt sich ein toller Tag dem Ende zu und wir spazieren zurück zur Penn Station, um unseren Zug zu erwischen.